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Dreiländergiro - Strecke Vinschgau , 25.06.2017

Marko Rogulic

 

Mein erster Start beim Dreiländergiro in Naunders stand nach dem Briefing am Samstag unter keinem guten Stern. Es wurde eindrücklich drauf hingewiesen, das es regnen würde. Morgens um 5:30 war kaum jemand am Start. Wo sich normalerweise Leute warmfahren, die ersten Sprints machen, um die Beine zu lockern- herrschten betretene Gesichter und fragende Blicke vor. Es schüttete wie aus Kübeln, ein Gewitter tobte sich über Nauders und dem Reschenpass aus. Keine guten Vorrausssetzungen. Viele Schönwetterfahrer entschieden sich, der Gefahr von Blitzschlägen und eisiger Kälte nachzugeben und nicht zu starten. 
Trotzdem entschied ich mich für einen Start. Erstmal hinten einreihen und gemächlich an die Bedingungen gewöhnen. Nach einer Stunde erreichte die Gruppe Prad (38.er schnitt) .. von da aus auf den Stelvio - immer noch strömender Regen, Blitze und Donnerschläge. Sturzbäche suchten sich ihren Weg die Passstraße hinab und mit zunehmender Höhe fiel das Thermometer bis auf 3 Grad auf der Passhöhe. Die Finger eiskalt verkrampft, ging es im dichten Nebel und mit verminderter Sicht nach St.Maria hinunter. Plötzlich wurde auch das Spritzwasser des Vordermannes im Gesicht wieder wärmer und es hörte auf zu regnen. Auf einem schmalen Radweg, der durch seine leichte jedoch stetige Steigung die letzten Kräfte aus den Beinen saugte, ging es zurück Richtung Naunders. 
Im Zielbereich standen eine große Anzahl Zuschauer, die jedem Radfahrer frenetischen Applaus spendeten. Geschafft - den Schweinehund niedergerungen und den Stelvio bei Regen und Kälte bezwungen. Eine Überraschung dann beim Blick auf die Ergebnisliste - 12.ter in der Altersklassenwertung.

 

Länge: 120,4 km

Höhenmeter: 2700

Gesamtteilnehmer: 1000

 

12. Platz, 5:32:43 Fahrzeit, Marko Rogulic

 

 

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